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Anisotropien: Spektralfarbene Erscheinungen (Irisation) im Glas, sichtbar durch die polarisierten Anteile des Tageslichtes, hervorgerufen durch eine Doppelbrechung der Lichtstrahlen bei thermisch vorgespanntem Glas (ESG) (siehe hierzu: Interferenzen).

Autoklav: Hochofen zur Fertigung von Verbundsicherheitsglas, wo mittels Hitze und Druck das gepresste Verbundelement zu einer kompakten Einheit miteinander verbunden wird.

b-factor (shading-coefficient): Gibt den mittleren Durchlassfaktor der Sonnenenergie bezogen auf den Gesamtenergiedurchlassgrad (siehe hierzu: g- Wert) einer 4mm dicken Einfachscheibe an. Er ist ein wesentlicher Faktor zur Berechnung der notwendigen Kühllast eines Gebäudes. b-Faktor = Gesamtenergiedurchlassgrad /0,87

Bundesanzeiger: Maßgabe örtlicher Landesstellen für die Qualitätsanforderungen von z.B. Funktionsisoliergläser, im Hinblick auf die z.Zt. geltende Wärmeschutzverordnung zur Reduzierung der Schadstoffemission.

Climalit/ Climaplus/ Climasonor/ Climasol/ Contracrime: Ehemalige Glastypenbezeichnungen der Unternehmensgruppe St. Gobain für: Isolierglas / Wärmeschutzglas / Schallschutzglas/ Sonnenschutzglas / Sicherheitsglas

Contrasplit/ Contrafeu/ Contraflam/ Contraradar/ Climatop: Ehemalige Glastypenbezeichnungen der Unternehmensgruppe St. Gobain für : Verbundsicherheitsglas / Brandschutzglas G / Brandschutzglas F/ Antiradarglas / Hochleistungswärmeschutzglas

DIN-Normen: Planungshilfen bzw. -vorgaben, welche sich in Ergänzung landesbauspezifischer Verordnungen und Richtlinien, als maßgebende Niederschrift im Handwerk institutionalisiert haben. Hierin finden sowohl herstellungsrelevante als auch verarbeitungstechnische Bedingungen ihre Dokumentation.

Dickentoleranz: Es gilt zu berücksichtigen, dass aufgrund seines Herstellungsprozesses Einfachglas einer Fertigungstoleranz von bis zu 1,5mm unterliegen kann, welches in letzter Konsequenz keinem Reklamationsanspruch unterliegt.

Emaillierung: Einbrennlackierung bei thermisch vorgespanntem Glas, welche u.a. eine/ nahezu jede farbliche Anpassung eines Brüstungselementen ermöglicht. Wird einem Heißlagerungstest unterzogen, um einen künstlichen Alterungsprozess des Glases zu simulieren, und die Gewährleistung über produktspezifische Eigenschaften geben zu können.

Emissivität: Bewertungsfaktor für die Qualität eines Glases im Hinblick auf seine Leistungsfähigkeit. Spezifiziert den Energieverlust als auch die Schadstoffabgabe bestimmter Glasprodukte.

EI (F)- Verglasung: Gewährleistet den Raumabschluss gegenüber Feuer, heißen Gasen und Rauch und bewirkt zusätzlich eine thermische Isolation.

E (G)- Verglasung: Schützt den Raumabschluss gegenüber Feuer, heißen Gasen und Rauch.

EW- Verglasung: Sichert den Raumabschluss gegenüber Feuer, heißen Gasen und Rauch und bietet einen reduzierten Durchgang der Wärmestrahlung.

Farbwiedergabe-Index Ra: Kennzeichnung, welchen Einfluss die spektrale Transmission auf die Farberkunnung von Gegenständen in einem Raum, verglast mit Sonnenschutzglas hat.

g- Wert (in %): Gesamtenergiedurchlassgrad der Verglasung als Summe des direkt durchgelassenen Strahlungsflusses und der sekundären Wärmeabgabe der Verglasung nach innen. Je größer der g- Wert, desto größer der passive solare Energiegewinn.

Heat-Soak-Test: Auch Heißlagerungstest genannt, simuliert einen künstlichen Alterungsprozess bei thermisch vorgespanntem Glas, um ein Bruchrisiko durch Nickel-Sulfid-Einschlüsse auszuschließen (Regeldauer min 8,0 h.)

Hard-coating: Pyrolytische Beschichtung

Interferenzen: Erscheinungen in Form von Spektralfarben bei Isolierglas, hervorgerufen durch besonders plane Glasoberflächen bei bestimmten Beleuchtungssituationen. Als Eigenart des Glases nicht Gegenstand einer Produktgewährleistung (siehe hierzu Anisotropien).

Industrieverglasung: Ein aus der Geschichte transportiertes Verglasungssystem, welches mittels U-förmig hergestellten Glaswannen, die einschalig oder doppelschalig verlegt werden, generell zur Schließung von Gebäudeöffnungen/ Lagerhallen im industriellen Bereich eingesetzt worden ist. Immer häufiger findet es heute auch zu gestalterischem Einsatz.

k-Wert (in W/m²K): Wärmedurchgangskoeffizient - gibt die Wärme an, die pro Zeiteinheit durch 1m² eines Bauteils hindurchgeht, bei einem Temperaturunterschied der angrenzenden Raum- und Außenluft von 1K. Je kleiner der k-Wert ist, desto größer ist die Wärmedämmung. Heute n- Wert genannt.

Kapillarplatte: Isolierglas-Einlage als lichtstreünde und wärmedämmende Zwischenschicht der Glaseinheit, durch die eine eigentliche Konvektion im Scheibenzwischenraum nahezu vollständig unterdrückt wird. Häufig auch in der Kombination mit Vlieseinlagen zu finden, die z.B. zusätzlich zur Reflektion von Sonnenstrahlung ergänzt werden.

Lichtreflexion (in Prozent): Wert, der den Anteil des sichtbaren Lichtes von ca. 377 - 780nm in Prozent angibt, welcher sich an der Glasoberfläche spiegelt und/oder reflektiert wird. Vornehmlich Kriterium für die Auswahl von Sonnenschutzisolierglas.

Lichttransmissionsgrad (in %): Angabe für den Strahlungsbereich von 377-780nm, bezogen auf eine Normlichtart, auf auf den Hellempfindlichkeitsgrad des menschlichen Auges. Gibt einen prozentualen Faktor für die Durchlässigkeit des Lichtes an.

Megatec: Punktgehaltenes Verglasungssystem der Unternehmensgruppe St. Gobain. Im Glas eingebettete Flanschmuttern ermöglichen die "unsichtbare" Befestigung von monolithischen Einheiten oder Stufenisoliergläsern an eine entsprechend vorgerichtete Unterkonstruktion. Es handelt sich in der Kombination immer um ein Verbundsicherheitsglas.

Multipoint: Punktgehaltenes Verglasungssystem der Unternehmensgruppe St. Gobain. In der Kombination eines versenkten oder aufgesetzten Beschlagsystemes werden Einscheibensicherheitsgläser nach Bedarf zu Verbundglaseinheiten und/oder Isolierglas für den Fassadenbau angeboten.

n- Wert: siehe k- Wert

Nickelsulfid im vorgespannten Glas: Der Spontanbruch von ESG beruht auf kugelförmigen (NiS) Nickelsulfid- Einschlüssen und soll durch den Heat-Soak-Test nach DIN 18516 verhindert werden.

Oberflächentemperatur: Durch den Einsatz von modernem Isolierglas kann bereits die Oberflächentemperatur zu herkömmlichen Glasaufbauten mit einem k- Wert von 3,0 W/m²K, um ein wesentliches erhöht werden, was den Vorteil bietet, die Raumtemperatur entsprechend senken zu können, und Heizkosten einzusparen.

Oxydationsschutz: Zinnoxidschichten, die z.B. zur Entspiegelung von Silberschichten bei der Fertigung von Wärmeschutzisolierglas eingesetzt werden, beugen ebenso der chemischen Zersetzung des Belages vor.

Pendelschlagversuch: Genormtes Prüfungsverfahren zur Klassifizierung von Sicherheitsglas. Kriterium für die Ermittlung eines Glasverhaltens bei stoßartigem Auftreten a) eines maßigen, verformbaren Körpers, sowie eines harten, kantigen Körpers.

Photovoltaik: Zukunftsweisende Alternativversorgung mit Energie über den Glasbau.Gewinnung solarer Ressourcen über Glassysteme, welche sich der Eigenart von Silizium- Kristallen bedienen, Licht in Strom zu verwandeln. Als kachelförmige Anordnung einzelner Solarzellen zu einem Element stellen sie einen vollständigen Stromkreislauf dar.

Qualitätsüberwachung: Die Fertigung von Glas, im Besonderen Funktionsisolierglas unterliegt strengsten Kontrollen und ist gütegeprüft, eigen- als auch fremdüberwacht. Nach hohen Werksanforderungen sichern diesbezügliche Dokumentationen und Prüfungen (u.a. Ift Rosenheim, MPA Darmstadt) einen zuverlässigen Standard.

Randverbund: Aluminium- Abstandhalter des Isolierglases in Breiten von 6- 24mm zur Darstellung eines Scheibenzwischenraumes. Generell mit Trockenmittel zur Aufnahme von Feuchtigkeiten gefüllt und mit doppeltgedichteter Versiegelung in Form von Thiokol, Silikonkautschuk, o.ä geschlossen.

Renovation: Schlagwort für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden als auch Ausdruck der Glasindustrie, für das Bemühen eines effektiven Einsatzes von Glas, im Zuge der, seitens der Bundesregierung erklärten Schadstoffreduzierung bis zum Jahre 2005.

Soft-Coating: Beschichtungsverfahren mittels einer Magnetron- Anlage, in dem das Glas einseitig mit mehreren Edelmetallschichten im Hochvakuum belegt wird, einem sogenanntem Sputterverfahren. In seiner Eigenschaft ist diese Beschichtung mechanisch verletzbar und kann aufgrund von Witterungs- und/oder Klimäinflüssen oxidieren.

Shore-A-Härte: Maßangabe für z.B. Klotzungs- oder Dichtungsprofile aus Polyamid, Chloropene, APTK, PE oder Silikon, welche in Abstimmung mit dem jeweilig eingesetzten Verglasungssystem zu definieren ist.

T- Verglasung: Eine Klassifizierung von Brandschutzglas für Türverglasungen, deren besondere Anforderungen einem Prüfzeugnis und/oder den besonderen Hinweisen bauamtlicher Richtlinien zu entnehmen sind.

Temperaturwechselbeständigkeit: Qualitätsmerkmal von Glas im Hinblick auf das Bruchverhalten bei extremen Temperatureinflüssen.

UV-Absorption: Aufnahme des ultravioletten Anteiles der Sonneneinstrahlung z.B. durch spezielle Zwischenschichten des Verbundglases, zum Schutze lichtsensibler Materialien, wie Textilien, Papier o.a..

Umwehrung: Brüstungsbereiche von Treppen, Balkone, Galerien, Aufzüge mit besonderen Anforderungen der Landesbauämter an eine Absturzsicherung, welches vornehmlich den Einsatz von Einscheibensicherheitsglas und/ oder Verbundsicherheitsglas erwartet.

VdS: Verband der Sachversicher, welcher Qualitätsnormen an Glasprodukte, für die durch ihn gedeckten Schadensereignisse vorgibt. Kooperationspartner der Glasindustrie im Hinblick auf konstruktive Schadensregulierung.

Verkehrslast: Für öffentliche und private Gebäude angenommenes Personenaufkommen, welches als unmittelbare Einwirkung auf die Glascheibe, im größten anzunehmendem Fall, nicht den Glasbruch des Produktes herbeiführt, und eine Absturzgefahr offenbart. Man geht dabei von Werten bis 1,0 knw (öffentlich) bzw. 0,5 knw (privat) aus.

Widerstandsklassen: Klassifizierung von geprüften Verbundsicherheitsgläsern nach DIN, welche die Anforderung erfüllen, den Glasbruch in unterschiedlichen Qualitäten zu hemmen. Man unterscheidet zwischen den Widerstandsklassen A- durchwurfhemmend, B - durchbruchhemmend, C- durchschusshemmend, D- sprengwirkungshemmend und EH nach den VDS- Richtlinien.

Windlast: Witterungsbedingter Einfluss auf ein Gebäude, welches zur Ermittlung der erforderlicher Glasdicke, neben der Schneelast, dem Eigengewicht und den Verkehrslasten herangezogen werden kann.

Zwei-Barrieren-System: Herstellungsverfahren für Isolierglas aus hochwertigen und geprüften Materialien.